Social Media-Marketing – 5 Tipps für KMU auf Facebook

Viele kleine und mittlere Unternehmen stehen, sobald sie sich für eine eigene Facebook-Seite entschieden haben, vor der Frage, wie sie ihre Zielgruppe möglichst einfach und schnell erreichen können. Bevor der Marketingverantwortliche, der Geschäftsführer oder ein anderer Mitarbeiter aber mit dem Posten von Inhalten beginnt, sollten einige Punkte beachtet werden.

Passt. gibt in diesem Artikel 5 Tipps an KMU, die sich auf Facebook präsentieren möchten.

#1  –  Reichweite ist nicht gleich Reichweite

Über Facebook-Unternehmensseiten ist relativ schnell erkennbar, welche Reichweiten die einzelnen Beiträge erreicht haben. Unter Reichweite versteht man die Kennzahl die ausdrückt, wie viele Nutzer den jeweiligen Beitrag gesehen haben. Man könnte meinen, dass eine hohe Reichweite also automatisch bedeutet, dass ein Beitrag erfolgreich ist.
Dem ist aber nicht so: Nehmen wir an, Sie betreiben ein Handwerksunternehmen aus München, Endkunden-Zielgruppe maximal im Umkreis von 100 km liegt. Sie setzen einen Facebook-Post ab, in welchem Sie Ihre Dienstleistungen bewerben und bewerben diesen vielleicht sogar auf Facebook. Wenn Sie bei dieser Werbekampagne Ihre Werbezielgruppe nicht gemäß Ihrer Endkunden-Zielgruppe definieren, werden Sie eine große Menge an Streuverlusten hinnehmen müssen. Ihre Reichweite ist also eigentlich hoch, eventuell erhalten Sie auch Anfragen von Interessenten. Diese liegen allerdings vermutlich oft außerhalb Ihres Einzugsgebietes.

Analysieren und definieren Sie also Ihre Zielgruppe und konzentrieren Sie sich auf diese Kunden. Umso genauer dann noch die Inhalte auf diese Zielgruppe passen, desto besser und lohnender für Sie.

 

#2  –  Interagieren & kommunizieren Sie mit Ihrer Community

Soziale Netzwerke wie Facebook sind per se soziale Gruppen wie der Hundeverein oder der Sportverein im Heimatort – nur eben im Internet. Die Nutzer dieser Netzwerke verfolgen das Ziel, einen Nutzen für sich selbst aus der Teilnahme an diesem Netzwerk zu ziehen.

In Zeiten von Fake-News, lustigen Katzenvideos usw. ist die Frage nach eben diesem Nutzen teils nicht unbegründet. Dennoch: Sie können den Nutzern – Ihren Kunden und Interessenten – einen Mehrwert bieten: Sie informieren die Nutzer über Neuigkeiten in Ihrem Unternehmen, über Dienstleistungen, Entwicklungen und Möglichkeiten, die Sie Ihren Kunden bieten. Gleichzeitig bieten Sie z.B. auf Ihrer Unternehmensseite Ihrer Community die Möglichkeit, sich auszutauschen. Sei es durch die Möglichkeit, Bewertungen für Ihre Dienstleistungen oder Kommentare unter Ihrem letzten Post abzugeben. Sie können durch diese Kommunikation direktes Feedback von Ihren Kunden erhalten und darauf reagieren.

Nutzen Sie dieses Feedback und fordern Sie Ihre Community auch aktiv auf, mit Ihnen zu kommunizieren. Reagieren Sie auf dieses Feedback und interagieren Sie direkt mit Ihren Kunden. Mit welchem Werbekanal haben Sie sonst die Möglichkeit, direkt und in Sekundenschnelle auf Fragen und Hinweise zu antworten?

 

#3  –  Nutzen Sie Bilder und Videos

Die Social Media-Welt liebt Bilder und Videos. Erfahrungsgemäß erzielen Posts (branchenübergreifend), die mit Bildern und Videos kombiniert sind, die meiste Interaktion und die größte Reichweite.

Nutzen Sie diesen Trend für sich. Es müssen nicht immer professionelle Fotos oder Videos sein. Durch die heutige Technik haben Sie bereits mit Ihrem Smartphone eine meist hervorragende Kamera immer in der Hosentasche. Trauen Sie sich!

 

#4  –  Halten Sie die Nutzer auf Ihrer Seite

Facebook hat (verständlicherweise) das Ziel, dass die Nutzer möglichst lange auf Facebook unterwegs sind. Die Vermutung liegt nahe, dass der Algorithmus, den Facebook einsetzt, auch darauf ausgerichtet ist. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Sie Ihre Kunden dabei unterstützen. Verzichten Sie auf Posts, die nur das Ziel haben, die Nutzer auf Ihre eigene Unternehmenswebsite weiterzuleiten. Versuchen Sie, den Inhalt der Zielseite in eigenen Worten auf Ihrer Facebook-Seite wiederzugeben.

Und wenn der Link dann doch unbedingt mit veröffentlicht werden muss, kommentieren Sie diesen einfach selbst direkt als ersten Kommentar unter Ihren Beitrag. 

 

#5  –  Viel hilft nicht immer viel

Wieder das Thema Algorithmus: Die Algorithmen im Online-Marketing (sei es auf Facebook, Google oder anderen Kanälen) lernen stetig hinzu und werden immer weiter optimiert. Inzwischen erkennen diese sehr gut, welcher Beitrag dem Nutzer einen Mehrwert bietet, welcher Beitrag viele (und vor allem hilfreiche) Informationen für den Nutzer bereithält und welcher Post nur darauf ausgerichtet ist, Sonderangebote zu posten. Raten Sie, welche Art von Beiträgen Facebook präferiert zeigt.

Analysieren Sie Ihre bisherigen Posts: Wo fand die meiste Interaktion statt, welche Themen haben die meisten „Gefällt mir“-Angaben erhalten, welcher Beitrag wurde am meisten geteilt? Konzentrieren Sie sich im Anschluss auf eben diese Themen und nutzen Sie das Engagement Ihrer Community.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Algorithmen gemacht? Welche Themen finden Ihre Kunden am interessantesten? Haben Sie gegenteilige Erfahrungen gemacht?
Passt. freut sich auf Ihre Kommentare und Bemerkungen.

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